1.Einleitung

 

Als im Jahre 1895 Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) die Radioaktivität entdeckte, konnte er noch nicht ahnen,  welche Auswirkungen sie auf die zukünftigen Generationen haben wird. So wurde noch im selben Jahr die erste Röntgenaufnahme einer Hand veröffentlicht, 1896 der erste Krebspatient behandelt.

Es dauerte Jahrzehnte um sich auch der Gefahren der Radioaktivität bewusst zu werden. Nachdem 1938 die Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann die Atomspaltung entdeckten, dauerte es nur 4 Jahre, bis der erste Atomreaktor von dem Atomphysiker Enrico Fermi  in Betrieb genommen wurde. Auf Grund der Erfahrungen, die man daraus gewann  wurden im Jahre 1945 die ersten Atombomben hergestellt, welche noch im selben Jahr die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki vernichteten.  Die Bilder missgebildeter Kinder  und der vernichteter Gebiete veränderten die Welt. Ein Rüstungswettlauf der damaligen Supermächte, UDSSR und USA, begann und versetzte die Welt zusätzlich in Angst und Schrecken. Bis zum heutigen Tage bauen verschiedene Staaten der Erde die Atombombe.

Aber auch die friedliche Nutzung der Radiaktivität wurde vorangetrieben. In vielen Staaten sind Atomreaktoren im Einsatz, um den Energiebedarf zu decken. In der Medizin werden radioaktive Stoffe zur Diagnose und Heilung verwendet. Sogar die Raumfahrt setzt zunehmend auf atomare Antriebe, um Sonden in die Ferne des Weltalls zu schicken.

Diese Tatsachen beweisen, dass wir uns in einer Welt befinden, in der wir der Radioaktivität  in vielen Formen begegnen. Es soll die Notwendigkeit gezeigt werden, messen zu können, wie viel Radioaktivität sich in unserer Umwelt befindet. Diese Diplomarbeit geht noch weiter, sie soll die Grundlage bilden, ein Messgerät zu konstruieren, welches auch die Elemente identifiziert, welche die Strahlung verursachen.  Damit ist es auch möglich, künstliche und natürliche Radioaktivität zu unterscheiden. Die gezielte Auswertung der Messergebnisse soll helfen die Umwelt und die Menschen zu schützen.


 

                                             

Abb. 1: Wilhelm Conrad Röntgen                                              Abb. 2: Russischer Atombombentest 1950

 

 

 

Aus Diplomarbeit Trager Rupert 2002